Wichtigste Erkenntnisse

Unsere Tipps zur effizienten und effektiven Vereinsorganisation

Digitale Werkzeuge

Diese Tools erleichtern unsere Vereinsorganisation & Kommunikation

Klare Anwendungsfälle

Eine Sammlung von Alltagsproblemen und wie wir diesen begegnen.

Unsere Top 3

Tipps zur effizienten
und effektiven Vereinsorganisation

Digital ist nicht immer die Lösung – aber oft.

Wir benutzen zwar viele digitale Werkzeuge – betrachten diese aber nicht per se als die beste Lösung. Analog und digital stehen erst einmal gleichberechtigt nebeneinander. Manchmal nutzen wir sie in Reinform, manchmal kombinieren wir sie, manchmal – wenn wir merken, es knirscht – rudern wir auch zurück und probieren es entweder doch digital oder eben wieder analog. Die Offenheit beiden Welten gegenüber ist uns wichtig, genauso wie die Freiheit, einmal getroffene Entscheidungen rückgängig zu machen.

Wie man effizient auch komplexe Themen verhandelt

Fast alle unserer Vorhaben durchlaufen einen digital-analogen Diskussions- und Entscheidungsprozess, der auf den Grundlagen der Soziokratie basiert: Wir geben viel Raum zur Ermöglichung von Ideen, Bedenken müssen daher wohlbedacht sein und wir streben an, große Widerstände zu integrieren und nicht etwa zu überstimmen. Mit diesem System haben wir über die Verteilung unseres Vereinsbudgets abgestimmt, die Wiedervernässung eines Moores verhandelt oder das Anlegen eines Nutzgartens von 500qm verabschiedet. Komplexe, komplizierte und sehr fachliche Diskussionen sind möglich; die Ablehnung eines Vorschlages kommt fast nie vor. Das Beste ist: Wir trennen an dieser Stelle Vereinsrecht von unseren Verfahren, die Mitgliederversammlung dient nur noch der formalen Wahl und Entlastung des Vorstands (die aber bereits digital vorbereitet ist), der Verabschiedung des Jahresabschlusses und ggf. Satzungsänderungen. Die Konsequenz ist, dass wir maximal zwei Mitgliederversammlungen im Jahr haben, die maximal jeweils 1,5 Stunden dauern.

Unsere Haltung

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Strukturen und Beschlussfassung

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Must have: auf keinen Fall Mail.

Email haben wir durch die Nachrichtenplattform Slack ersetzt, die unsere gesamte Kommunikation abbildet und, in dem Fall kann man es nicht anders sagen, überhaupt erst ermöglicht, tätig zu werden. Unsere Arbeit im Verein wäre ohne unsere digitale Kommunikation niemals so effizient und verbindlich. All das, was wir in den letzten Jahren geschafft haben, wäre nicht möglich gewesen.
Mail erzeugt in der Regel unübersichtliche und nicht zielgerichtete Kommunikation. Durch das Einbinden vieler Personen (“Alle informieren wollen”) entsteht gleichzeitig eine Lücke in der Verantwortlichkeit (“An wen richtet sich das?”). Anhänge gehen verloren, Mails sind nach zigfachem Weiterleiten und beantworten (“alles nachvollziehen wollen”) eigentlich kaum noch lesbar. Der Übergang zu einem Team-Messenger wie Slack scheint im ersten Moment vielleicht anspruchsvoll und die Einarbeitung dauert etwas – die Arbeitserleichterung ist allerdings enorm.

Digitale Werkzeuge

Unsere wichtigsten Tools für eine effektive Kommunikation im Verein.

 

Slack ist ein umfassendes Messaging-Werkzeug, das dazu dient, Team-Kommunikation zu organisieren. Mit dieser Funktionalität ermöglicht es uns, über einzelne Kanäle die Struktur und die Tätigkeiten unserer Gemeinschaft und des Vereins abzubilden. Slack bietet damit die Möglichkeit, Mailverkehr – die ineffizienteste Art der internen Kommunikation – vollständig zu ersetzen.

Screenshot von Slack

Wir unterscheiden dabei zwischen Kanälen, die

  • alle betreffen und von allen gelesen werden sollten (zb. Ansagen/News)
  • vereinsbezogene Themen behandeln (Fragen an den Vorstand)
  • einzelnen AG-Kanälen, die man optional lesen kann. (AG Garten, AG Förderungen, usw)
  • geschlossenen Kanäle für interne Arbeit von AGs möglich

Innerhalb eines Kanals können wir durch die Funktion von Posts und darunterliegenden Threads (weiterführende Kommunikation) strukturiert und nachvollziehbar kommunizieren und so auch umfangreichere Diskussionen führen. Slack bietet außerdem die Möglichkeit, unterschiedliche Dokumente einzubinden oder einfache Abfragen über Emojis durchzuführen. Dazu gibt es ToDo-Listen und auch Channels, in die von Außen kommende E-Mails “gespült” werden, um gemeinsam beantwortet zu werden.

Mehr Infos auf der Detailvorstellung Slack

 

Signal ist ein Messaging-Dienst, der – anders als Slack – auf Direktnachrichten und damit auf schnellen und unkomplizierten Austausch ausgerichtet ist. Wir nutzen es für zeitkritische Kommunikation: “Batterie ist leer! Kann jemand überbrücken?” oder “Hat jemand 3 Eier?”. Die Mitgliedschaft ist freiwillig, da hier keine verbindlichen Themen des Vereins besprochen werden.

Wir haben zum Beispiel einen Mitfahr-Kanal eingerichtet, um Mitfahrgelegenheiten zu bieten oder zu suchen, der sich über unseren Verein hinaus auf das gesamte Dorf erstreckt. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch ökologisch und sozial!

Wichtig ist: Signal kann nicht als alleiniges Kommunikationswerkzeug der Vereinsarbeit genutzt werden, da es keinen ausreichend tiefen und differenzierten Austausch ermöglicht. Stress und Frust wären garantiert.

Bekannte Alternativen: WhatsApp, Threema, Telegram

Taiga ist ein Werkzeug für digitales Projektmanagement, ein so genanntes Kanban-Board. Wir nutzen es allerdings nicht in seiner Breite, sondern “nur” für unseren digital-analogen Entscheidungsprozess – dem Herzstück der Vereinsarbeit.

Über Taiga kann jedes Vereinsmitglied Ideen zur Umsetzung einreichen. Diese Ideen können dann zwei Wochen lang digital kommentiert, befragt und diskutiert werden. Gibt es keine schwerwiegenden Einwände, wird die Idee automatisch verabschiedet und kann umgesetzt werden. Es braucht also keine Zustimmung zu einer Idee, sondern es wird nur abgefragt, ob jemand Einwände hat.

Besteht aus Sicht einer Person weiterer Diskussionsbedarf, wird das Thema in das analoge Plenum verlagert, diskutiert, ggf. überarbeitet und dann verabschiedet oder abgelehnt. Mit diesem Verfahren gelingt es uns, auch komplexe und komplizierte Themen in sehr kurzer Zeit mit 50 Personen zu verhandeln und schnell ins Handeln zu kommen.

Mehr Infos auf unserer Detailseite zu Taiga.

Alternativen: Trello, Wekan, Asana

Nextcloud ist ein Cloud-Dienst, der – anders als Google Drive oder Dropbox – komplett auf unserem eigenen Server läuft. Damit behalten wir die Kontrolle über unsere Daten und können sie sicher und datenschutzkonform verwalten. Wir nutzen Nextcloud vor allem für den Austausch von Dokumenten und die Ablage von Dateien.

Das ist besonders praktisch für Protokolle, Projektunterlagen oder geteilte Kalender. Alle Mitglieder haben jederzeit Zugriff, ohne dass Dokumente per Mail hin- und hergeschickt werden müssen. Zusätzlich können Dateien versioniert und über die integrierte Office-Funktion auch gleichzeitig bearbeitet werden.

Wichtig ist: Nextcloud ist die zentrale Plattform für unsere Vereinsdokumente. Nur so stellen wir sicher, dass alles an einem Ort liegt und nicht in privaten Ordnern verschwindet. Signal oder Mail sind nützlich, aber für langfristige Dokumentation nicht geeignet.

Alternativen: Google Drive, Dropbox, OneDrive

Tools zur Kommunikation

Eine kompakte Übersicht unserer digitalen Tools in der Vereinsorganisation.

Slack
Unsere Kommunikationszentrale für vielfältigen und detaillierten Austausch im Verein

Taiga
Abstimmungen und Beschlüsse

Signal
Messenger für schnelle Infos und zeitkritische Fragen

Miro
Aufbereitung von Workshops und Visualisierung (komplexer) Prozesse

Online Dokumentenbearbeitung
Protokolle, AG-Arbeit und Co. werden in kollaborative Dokumenten bearbeitet (z.B. in Google Docs)

Flickr
Zentrale Fotodatenbank zur internen Nutzung und Presse-Kontakte

Zoom
Für Videomeetings und digitale Beteiligung im Plenum sowie Projektvorstellungen

Fonial
Anrufe an unsere Festnetznummer werden auf Handys verteilt und mit digitalem Anrufbeantworter unterstützt

Tools zur Organisation

Die Links führen zu Detailvorstellungen unserer wichtigsten Werkzeuge.

Moco
Angebote, Rechnungen und Budgets im Überblick

Airtable
Zentrale Datenbank für Anfragen, Termine und Verantwortlichkeiten im Veranstaltungsbetrieb

Nuki
Digitales Schließsystem und Zugangsverwaltung

Nextcloud
Datenablage, Protokolle und weitere Funktionen wie Kalender, Abstimmungen

Asana
Projektmanagement für komplexere Projekte

Clockify
Zeiterfassung in Projektbudgets und ehrenamtlichen Einsätzen

Google / Nextcloud Kalender
Geteilte Online-Kalender für gemeinsame Planung und Überblick

Paypal
Mikrozahlungen wie z.B. für Drucker-Nutzung oder gemeinsame Geld-Pools

Werkzeuge im Detail

Vertiefte Informationen zu unseren wichtigsten Tools

Taiga

Transparente Abstimmungen im Verein

Slack

Unsere Kommunikationszentrale

Moco

Unser Finanzen, Angebote und Rechnungen

Airtable

Die multifunktionale Datenbank (z.B. für Events)

Nuki

Unser digitales Schließsystem

Anwendungsfälle

Eine Sammlung von Alltagsproblemen und wie wir diesen begegnen.

In der Praxis

Für uns stellen sich die gleichen Herausforderungen im täglichen Tun wie für alle anderen Gruppen und Vereine auch – wir reagieren nur an einigen Stellen mit anderen Werkzeugen und legen dafür einige Regeln fest. Die nachfolgenden Beispiele stellen das noch einmal ganz angewandt dar.

Das können ganz einfache Sache sein: Wer ist beim nächsten Arbeitseinsatz dabei? Gibt es Einwände zur Beherbergung einer Gruppe Student:innen nächstes Wochenende?

Aber auch komplexere Umfragen lassen sich ganz leicht umsetzen. Zum Beispiel zur Offenheit gegenüber einem alternativen Bezahl-System. Das hilft dem Verfasser, schnell herauszufinden, ob diese Idee von Interesse ist und wie sich die Meinungen sortieren.

Ja, das geht schnell. Deswegen nutzen wir Slack. So sind Nachrichten super strukturiert, nicht überbordernd und auch nach langer Zeit noch nachvollziehbar.

Für unkomplizierte, kurzfristige (und dringende) Fragen nutzen wir Signal. So erhält man sehr schnell Rückmeldung und meist eine Lösung. Wichtig ist aber, nach bestimmten Regeln zu antworten, um nicht unnötig viele Nachrichten zu verursachen. Entweder, indem nur der fragenden Person privat geantwortet wird oder eine Reaktion mit Icons erfolgt.

Die Suchfunktion in Slack ist der Knaller. Längst archiviertes lässt sich unkompliziert wiederfinden und nachvollziehen. Als NGO bekommt man übrigens Slack-Pro kostenfrei gestellt.

So einfach kann Kommunikation gehen: Icons unter Nachrichten setzen. Die Auswahl ist unendlich, die Bedeutung meist bekannt. Klassiker sind z.B: Stimme zu: 👍,  Habe ich gelesen: 👀 oder Finde ich toll: ❤️

So sieht es z.B. oft unter unseren Nachrichten aus.

 

 

Ganz einfach aus Aufgaben Erinnerungen erstellen, Aufgaben ableiten oder zeitgesteuerte Infos posten. Mit Tools wie Slack möglich und somit kann aus einem Kommunikationstool ein kompletter Arbeitsbereich werden – mit Todo Listen, geteilten Notizzetteln, Linksammlungen und vieles mehr.

Digitale Vereinsarbeit

Wir stellen unsere wichtigsten Werkzeuge vor und teilen Erfahrungen zur Organsiation unseres Veranstaltungsortes.